Tagung der Landessynode in Schweinfurt

Infos zur Herbsttagung 2015

In Schweinfurt werden sich die Synodalen auch mit dem Berufsbild "Pfarrerin/Pfarrer" beschäftigen - ein Vorbericht von Paul Schremser (efs).

Altar der Kirche St. Johannis in Schweinfurt

Zur Herbsttagung sind die Synodalen in Schweinfurt zu Gast.

Bild: Kirchengemeinde St. Johannis

Vom 22. bis 26. November 2015 war die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Schweinfurt zu Gast. Traditionell standen die Finanzen im Mittelpunkt der Herbstberatungen.

Die 108 Mitglieder der bayerischen Landesynode kamen vom 22. bis 26. November in Schweinfurt zusammen. Die Synode begann mit einem Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 22. November 2015 in der St. Johanniskirche. Prediger war Bischof Åke Bonnier aus der schwedischen Partnerdiözese Skara. Nach dem Gottesdienst waren die Synodalen zu einem Empfang der Stadt Schweinfurt ins Rathaus eingeladen.

Mehr zum Thema

Plenarsitzungen im Gemeindehaus

 Die öffentlichen Beratungen der Synode fanden im Evangelischen Gemeindehaus in der Friedensstraße 23 statt. Im Zentrum der Herbsttagung stand die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2016. Den Synodalen lag ein Haushaltsentwurf mit ordentlichen Erträgen von 890.528 388 Euro und ordentlichen Aufwendungen in Höhe von 874.822 577 Euro zur Beschlussfassung vor.

Für die Flüchtlingsarbeit sollten zusätzliche 31 Millionen Euro bereitgestellt werden: 10 Millionen Euro in einem Nachtragshaushalt für das Jahr 2015 und weitere 10 Millionen Euro im Haushalt 2016 – zusätzlich zu den jeweils bereits für 2015 und 2016 eingeplanten 5,2 Millionen Euro etwa für Asylsozialberatung, Vor-Ort-Hilfe in Syrien, im Irak und in der Ukraine; aber auch für Projekte in den Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken.

 

Zur Person

Landessynode Herbsttagung Schweinfurt Plenum, Bild: © ELKB

Weitere wichtige Entscheidungen und Themen der Synodaltagung


• Mehrere Vereinbarungen über Kirchenpartnerschaften wurden verlängert: Mit der „Gemeinschaft Lutherischer Kirche in Zentralamerika“ (CILCA), mit der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB), sowie der Diözese Skara in der Kirche von Schweden

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• Partnerschaft konkret: Über die Erfahrungen von schwedischen Pfarrerinnen und Pfarrern in bayerischen Gemeinden und bayerischen Pfarrerinnen und Pfarrern in Gemeinden der schwedischen Diözese Skara berichteten Teilnehmer des Austauschprogramms auf einem Podium am Dienstag  im Plenum.

• Mit den Flüchtlingen kommen derzeit viele Muslime nach Deutschland. Wenn Christen und Muslime zusammenkommen – welche Rolle spielt die unterschiedliche Religion? Der Ökumenefachausschuss hat jetzt ein Konzept „Interreligiöser Dialog“ zum Umgang von Christen mit Angehörigen anderer Religionen erarbeitet. Die Synodalen diskutierten intensiv in der Aktuellen Stunde.

• Künftig sollen auch bayerische Gemeindepfarrerinnen und –pfarrer ein kommunalpolitisches Mandat übernehmen können – so der Vorschlag einer Änderung des Pfarrdienstausführungsgesetzes. Bisher war es so, dass GemeindepfarrerInnen ihr Amt ruhen lassen mussten (und keine Besoldung erhielten), wenn sie ein politisches Mandat übernahmen. Die bayerische Landeskirche hatte damit eine der restriktivsten Regelungen innerhalb der EKD. Die Landessynode hat sich entschieden, den restriktiven Weg weiterzugehen.

• Nachdem in den vergangenen Jahren immer häufiger Klagen über die Arbeitsüberlastung von Pfarrerinnen und Pfarrern laut wurden, hatte die Landessynode 2012 beschlossen, in einem Projekt das Profil des Pfarrberufs und die beruflichen Anforderungen in der gegenwärtigen Situation zu erheben und Lösungsvorschläge zur Vermeidung von Überlastung zu erarbeiten. Jetzt liegen die Ergebnisse vor. Im Abschlussbericht zum Projekt „Berufsbild: Pfarrerin, Pfarrer“ von Regionalbischof Ark Nitsche werden 21 Empfehlungen gegeben, die nun von der Fachabteilung Personal im Landeskirchenamt geprüft und weiterbearbeitet werden.

• Andacht unter freiem Himmel: Die Morgenandacht der Synodalen am Dienstagmorgen zum Thema „Frieden“ hatte ein besonderes Format und fand an diesem Tag am Friedensdenkmal „Rad der Gewalt“ auf dem Friedhof von Euerbach statt.

 



10.11.2015 / ELKB