Tagung der Landessynode in Bad Wörishofen

Frühjahrstagung 2015

Die Landessynode beschäftigt sich auf der Frühjahrstagung mit dem Thema "Alter neu sehen" - ein Vorbericht von Simona Hanselmann-Rudolph.

Eine ältere Dame und ein älterer Herr

"Alter neu sehen" - das Schwerpunktthema der Frühjahrstagung 2015

Bild: ©iStockPhoto / -kupicoo

Vom 15. bis 19. März 2015 war die Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bad Wörishofen zu Gast.

„Alter neu sehen“ war das Schwerpunktthema der Frühjahrstagung der bayerischen Landessynode, die vom 15. bis19. März in Bad Wörishofen stattfand, Tagungsort war das Bad Wörishofener Kurhaus.

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Das Schwerpunktthema stand im Zentrum der Plenarsitzungen am Dienstag. Den Auftakt bildete ein Vortrag des bekannten Heidelberger Gerontologen Professor Andreas Kruse. Anschließend diskutierten die Synodalen in vier thematischen Foren: Alter neu sehen als Chance für die Stadt, Alter neu sehen als Chance für den ländlichen Raum, Alter neu sehen als Chance für die Pflege sowie Alter neu sehen als Gestaltungsaufgabe für die Gesellschaft. Während der Mittagspause besuchten die Synodalen Einrichtungen in der Region: Die „DiakoNische“ in Mindelheim für Menschen mit seelischen Problemen, die spezialisierte ambulante Palliativversorgung „Pallium“ in Mindelheim, das Projekt „Ma(h)l nicht allein“ der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Wörishofen, das Modellprojekt Campus Demographie im Mehrgenerationenhaus Bad Wörishofen sowie die Sebastian-Kneipp-Schule Bad Wörishofen.

Gottesdienst zum Auftakt

Traditionell begann die Landessynode mit einem Gottesdienst. Denn darin unterscheidet sich eine Synode von einem Parlament: Die demokratisch von allen 13.000 bayerischen Kirchenvorstehern gewählten Synodalen wissen, dass nicht sie die oberste Instanz der Kirche sind, sondern Gott. Der Gottesdienst findet statt in der Bad Wörishofener Erlöserkirche. Die Predigt hielt der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Michael Bammessel. Im Anschluss an den Gottesdienst lud die Stadt Bad Wörishofen zu einem Empfang in den Gemeindesaal der Erlöserkirche (Lindenweg 8).

Bericht des Landesbischofs

Am Montag, 16. März, starteten die Plenarberatungen mit einer Andacht und der Eröffnungsansprache der Präsidentin, Annekathrin Preidel. Im Anschluss folgte der Rechenschaftsbericht des Landessynodalausschusses und – in der zweiten Vormittagshälfte – der Bericht des Landesbischofs.

Beratung über Kirchengesetze

Im Verlaufe des weiteren ersten Plenumstages wurden vier Gesetzentwürfe und weitere Beschlussvorlagen eingebracht; die Entscheidung über Kirchengesetze und den landeskirchlichen Haushalt (in der Herbsttagung) gehört zu den zentralen Aufgaben der Landessynode.

Der Mittwochvormittag war für die nicht-öffentlichen Ausschusssitzungen reserviert.

Partnerschaft mit Evangelisch-Lutherischer
Kirche in Ungarn fortgeführt

Am Donnerstag, dem letzten Synodentag, stand die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn auf der Tagesordnung. Diese von vielen Gemeinden gepflegte Kirchenpartnerschaft besteht seit 1992 und wird alle fünf Jahre mit einer erneuten Partnerschaftsvereinbarung verlängert. Neu hinzukommen in der aktuellen Vereinbarung ist unter anderem ein Passus, der den Einsatz beider  Kirchen für ein Zusammenleben aller Religionen und für Toleranz in der Gesellschaft vorsieht.

Synode behandelt 25 Eingaben

Jeder und jede der 2,5 Millionen evangelisch-lutherischen Christen in Bayern kann eine Eingabe an die Landessynode richten. Auch die Synodalen selbst können Anträge stellen. An diesem Prozedere hatte sich auch bei der Frühjahrstagung nichts geändert: In Bad Wörishofen waren insgesamt 25 Eingaben und Anträge eingegangen. Dabei ging es beispielsweise um die Forderung nach einer besseren Finanzierung von Fortbildungen für Ehrenamtliche oder um die Einrichtung eines Fonds für die Unterstützung der ehrenamtlichen Begleitung von Flüchtlingen. Nach einer Vorberatung in den synodalen Ausschüssen wurde über die Eingaben und Anträge im Plenum am Donnerstag entschieden.

Das 108-köpfige Kirchenparlament der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern tritt zweimal im Jahr zusammen. Die Plenarsitzungen sind in der Regel öffentlich.


26.02.2015 / ELKB / Poep