Synodaler Fritz Schroth

Ländlicher Raum ist Lernort für die Zukunft

Fritz Schroth

"Diese Werte werden an keiner Börse gehandelt": Synodaler Fritz Schroth

Bild: (c) ELKB / Poep

Nach Ansicht des bayerischen Landessynodalen Fritz Schroth lassen sich auf dem Land Lösungen für die drängenden gesellschaftlichen Probleme finden.

Nach Ansicht des bayerischen Landessynodalen Fritz Schroth lassen sich auf dem Land Lösungen für die drängenden gesellschaftlichen Probleme finden. "Der ländliche Raum ist ein Lernort für die Zukunft", erklärte Schroth am 25. Oktober 2014 in München bei einer Podiumsdiskussion. Künftig würden Werte wie etwa Langfristigkeit, Schönheit oder Nachhaltigkeit an Bedeutung gewinnen, die mit der Lebensqualität der Menschen zu tun haben, sagte das Mitglied der bayerischen evangelischen Landessynode weiter.

"Diese Werte werden an keiner Börse gehandelt", erläuterte der Synodale, spielten derzeit aber im ländlichen Raum schon eine Rolle. Da der ländliche Raum sich verändere, sei die Solidarität aller nötig. Um sein Potenzial zu entfalten, brauche es in den Dörfern ein intaktes soziales Gefüge, "zu dem auch die Kirchen einiges beizutragen haben", zeigte sich Schroth überzeugt.

Christoph Seyler, Leiter des Evangelischen Bildungszentrums (EBZ) Hesselberg, zu dem auch die Fachstelle "Kirche im ländlichen Raum" gehört, ergänzte, dass damit auch die Pfarrer auf dem Land vor einer anderen Herausforderung stünden, als in der Stadt. Zwar sei der Seelsorgeauftrag an sich der gleiche, aber "auf dem Land muss der Pfarrer mehr Allrounder sein", erklärte Seyler. Dadurch, dass die Pfarrer in derselben Situation "Dorf" leben, seien sie für die Menschen im ländlichen Raum authentisch.

Die Veranstaltung, eine Kooperation zwischen der Lutherdekade in Bayern und der Landtagsfraktion der Freien Wähler, fand im Rahmen des Themenjahres "Reformation und Politik" statt.


13.11.2014