Herbsttagung 2017

Schwerpunktthema: Haushalt

Taschenrechner, Zahlen

Oberkirchenrat Barzen: Mit einem Volumen von 923 Millionen Euro liegt der Haushalt 2018 um circa 1,9 Prozent über dem Volumen des letzten Jahres.

Bild: istock_ampcool22

Einstimmig: Die Landessynode hat den Haushalt für 2018 beschlossen. Er hat ein Gesamtvolumen von 923 Millionen Euro und umfasst eine Reihe von neuen Investitionsprojekten.

Traditionell beschließt die Landessynode auf ihrer Herbsttagung den Haushalt des kommenden Jahres. Für 2018 liegt ein ausgeglichener Haushalt vor: Die Summe der Erträge umfasst 922,7 Millionen Euro, davon entfallen 461 Millionen Euro auf die Finanzierung des Pfarrdienstes und weiterer Aufgaben in den 1.538 Kirchengemeinden. Der Haushalt 2018 weise erneut eine große Kontinuität auf, erläutert Oberkirchenrat Erich Theodor Barzen: „Mit einem Volumen von 923 Millionen Euro liegt er um circa 1,9 Prozent über dem Volumen des letzten Jahres. Die weiterhin robuste Konjunktur überlagert die Entwicklung unserer Mitgliederzahlen. Dies gibt uns Zeit, uns auf Veränderungen vorzubereiten.“

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Die Aufwendungen betragen 921,3 Millionen Euro.  Neu beschlossen wurden zudem Mittel für Maßnahmen an Dienstimmobilien, die Finanzierung des Projektes „Kirchenpost“ in Dekanaten, Mittel für den Prozess Profil und Konzentration, für die Neustrukturierung des Pfründestiftungsverbands oder die Erweiterung der Ausstattung für das Bibelmuseum.  Dazu kommen auch Projektinvestitionen, wie beispielsweise die Förderung des sozial orientierten Wohnungsbaus mit 14,8 Millionen Euro, der Neubau am Lorenzer Platz in Nürnberg mit 7,2 Millionen oder Investitionen in einen Erweiterungsbau für das Religionspädagogische Zentrum in Heilsbronn mit 250.000 Euro.

Im Aufbruch

Bei der Vermögensanlage gewinnen die Immobilien mehr an Gewicht, so der Oberkirchenrat für Finanzen, Erich Theodor Barzen. Daher wurden im vergangenen Jahr mehrere Großprojekte angestoßen: Die Zusammenführung der Wohn- und sonstigen Ertragsimmobilien unter dem administrativen Dach des ESW, nennt Barzen den  Aufbruch Nummer 1 im Bereich der Immobilien. Aufbruch Nummer  2 sei das Immobilienkonzept für Dienstimmobilien der bayerischen Landeskirche im Raum Nürnberg, Aufbruch Nummer 3 die  Zusammenlegung der Pfründestiftungen. Die Übertragung der Pfarranwesen, die Bewertung der 6.500 Grundstücke sowie die Einführung von Doppik und SAP sind sollen in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

Finanzausschussvorsitzender Joachim Pietzcker zur Vorsteuerung des Haushalt 2018.

Auch der Finanzausschussvorsitzender Joachim Pietzcker hatte gute Nachrichten zu verkünden: Der Abschluss 2016 lag im Plan und der vom Landeskirchenrat vorgelegte Haushaltsplanentwurf für 2018 hält, so Pietzcker, die beschlossenen Vorsteuerungswerte ein. Im Blick auf die geringer werdenden Verteilungsspielräume schlägt der Finanzausschuss zur Vorsteuerung 2020 folgendes vor:  Der allgemeine Vorsteuerungssatz für den Haushalt 2020 (Zuschussvolumen) beträgt +1,8 Prozent. Dieser Vorsteuerungssatz wird für 2020 um einen Prozentpunkt auf +2,8 Prozent erhöht. Für den innerkirchlichen Finanzausgleich (Budget des Gemeindebereiches) wird ein Betrag von 1 Prozent des Basiswertes 2020, entspricht 1,5 Millionen Euro, zusätzlich eingeplant. Dies soll auf der Synodaltagung im Frühjahr 2018 diskutiert werden.


30.11.2017 / ELKB